Friedersreuther Feuerwehr besteht seit 30 Jahren
Seit 30 Jahren besteht die Freiwillige Feuerwehr Friedersreuth. Dieses Jubiläum feierten die Mitglieder am Pfingstwochenende ausgiebig, ebenso den fünften Jahrestag der Gründung einer Jugendgruppe und den offiziellen Abschluss des Gerätehausumbaues. Das ganze Dorf hatte sich herausgeputzt. Fast alle Dorfbewohner mussten mit anpacken, um den Besucheransturm zu bewältigen.
Der Feststadl im Anwesen Wittmann war restlos ausgebucht, als am Samstagabend die Gruppe "emty-V" bei einer Rockparty der jüngeren Generation einheizte. "Wir sind mehr als zufrieden", resümierte Kommandant
Albert Reis am Sonntagfrüh bei einer ersten Bilanz.

Trotz "müder" Augen war er kurz nach 8 Uhr schon wieder in Aktion, um die Aufstellung zum Kirchenzug zu organisieren. Mehr als zwei Dutzend Vereine nahmen am Feuerwehrhaus Aufstellung. Angeführt von den Pressather Musikanten unter der Leitung von Martin Wolf, marschierten sie gemeinsam zum Dorfkirchlein. Dort hatte die Wehr auf dem Kirchplatz einen Altar aufgebaut, um den sich die Fahnenabordnungen gruppierten.

Oberstudienrat Heribert Schmidt würdigte in der Festpredigt die Arbeit der Feuerwehren als einen Dienst am Menschen, aus dem Geist der Liebe heraus. Im flotten Marsch ging es nach dem Gottesdienst in die Festhalle. Dort galt der besondere Gruß des Kommandanten unter anderem stellvertretendem Landrat Willi Neuser, Bürgermeister Anton Gareis, Stadtverbandsvorsitzendem Andreas Anger, Kreisbrandrat Richard Meier und dessen Tirschenreuther Kollegen Thomas Schindler.

Reis dankte allen Mitgliedern für die großartige Leistung beim Umbau des Gerätehauses. Die Verdienste der Nachbarsfamilie Wittmann hob er besonders hervor. Ihre Zustimmung zu einer Grenzbebauung habe eine sinnvolle Erweiterung des Gebäudes erst möglich gemacht. Als "Vergelt's Gott!" für dieses Entgegenkommen überreichte er an Rosa Wittmann einen Blumenstrauß und an Hans Wittmann einen Geschenkkorb.

Matthias Neumann von der Jungfeuerwehr Friedersreuth bedankte sich beim "Motor" der Umbauarbeiten, Kommandant
Albert Reis: "Ohne den Albert wären wir heute noch lange nicht so weit". Reis sei jeden Tag auf der Baustelle gewesen und habe alle anfallenden Arbeiten koordiniert. Als Dankeschön gab es auch für ihn einen Geschenkkorb.

Stellvertretender Landrat Willi Neuser erinnerte an die Entstehungsgeschichte der Wehr. Im Zuge der Gemeindegebietsreform Anfang der 70er Jahre wurde die damalige Gemeinde Altenparkstein aufgelöst. Friedersreuth wurde in die Stadt Pressath eingegliedert und die Feuerwehr Altenparkstein aufgelöst. Sofort bildete sich eine Initiative, um eine neue Wehr zu gründen. "Es war damals ein guter Entschluss" meinte Neuser unter Hinweis auf die Leistungen der Wehr. Nicht nur im Bezug auf Brandschutz, sondern auch auf gesellschaftlichem Gebiet habe sie Großartiges geleistet.

Dank- und Lobesworte fanden auch Kreisbrandrat Meier und Kreisbrandmeister Gerd Przetak. Beide verwiesen auf die Bedeutung der Wehr und auf die vorbildliche Jugendarbeit. Den ganzen Vormittag war die Festhalle voll besetzt. Die Blaskapelle sorgte für Unterhaltung.

Am Nachmittag war eine reichhaltige Kuchentheke die Attraktion. Die selbst gebackenen Kuchen, Torten und Kücheln waren heiß begehrt. Während die Erwachsenen sich Kaffee und Gebäck schmecken ließen, nutzten die Kinder die Gelegenheit, sich am verschiedenen Ständen zu vergnügen. Zum Festausklang am Abend sorgten dann wieder die "Pressather Musikanten" für Stimmung. Dem Einsatz aller Dorfbewohner war es zu verdanken, dass beim Feuerwehrfest einfach alles klappte.

Quelle http://www.zeitung.org